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5. Etappe Furtschellas abgebrochen:
Die Vorarbeit des Krisenstabs war doch nicht umsonst


Halb zwölf Uhr mittags, gemütliches Treiben im Wettkampfzentrum Furtschellas bei warmen Temperaturen und Sonnenschein. Und dann wie aus heiterem Himmel die überraschende Durchsage vom Speaker: „Die fünfte Etappe der Swiss O Week wird wegen aufkommenden Gewittern abgebrochen.“ Wie bitte? „Der letzte Start erfolgt auf eigenes Risiko um 12 Uhr.“ Jetzt bin ich für nichts da hoch gefahren? „Wir bitten alle Läuferinnen und Läufer, das WKZ zu verlassen.“ Geht's noch? Was für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der fünften Etappe auf Furtschellas im ersten Moment unerklärlich schien, war vom Organisationskomitee der SOW und dessen Krisenstab im Vorfeld gründlich durchdacht worden.

Die Wettersituation war und ist ein Traktandum bei der täglichen OK-Sitzung. Die Möglichkeit eines schnellen Wetterumschwunges in den Bergen ist Teil der Krisenvorsorgeplanung. Früh am Wettkampf-Morgen traf sich das OK in der Bergstation zu einer ersten Besprechung. Die Gefahr eines starken Gewitters im Laufe des Nachmittags war aufgrund der Prognose nicht auszuschliessen. Um 11 Uhr fand eine Sitzung des fünfköpfigen Krisenstabs statt und 20 Minuten später beschloss er aufgrund der aktualisierten Wetterprognose, den Lauf aus Sicherheitsgründen abzubrechen. Umgehend erfolgte die Information an die Läuferinnen und Läufer via Speaker, Start-/Zielmannschaften und Postensetzer, die sich im Gelände befanden. Zusätzlich veröffentlichte die SOW die Entscheidung des Krisenstabs auf der SOW-Webseite und über die verschiedenen Social-Media-Kanäle.

Die Teilnehmenden im WKZ begaben sich trotz anfänglicher Ungläubigkeit (Es scheint ja noch die Sonne...) auf den Rückweg via Seilbahn oder einem 30-minütigen Fussweg. Sehr schnell begann ein heftiges Gewitter. Wegen Blitzschlaggefahr wurde der Seilbahnbetrieb eingestellt. Auch der Weg ins Tal wurde kurz nach 12 Uhr aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Wetterlage zwang über zweitausend Läuferinnen und Läufer sowie hunderte Helfer zu einer rund eineinhalbstündigen Wartezeit in der zum Glück trockenen Bergstation, wo sie auf engstem Raum ausharren mussten. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle für die Geduld und die gegenseitige Rücksichtnahme!

Um 13:45 Uhr dann die erlösende Durchsage: „Der Fussweg ins Tal ist wieder offen und der Seilbahntransport möglich.“ Um lange Wartezeiten bei der Bahn zu verhindern, wurde jedoch empfohlen, zu Fuss zu gehen. So kamen schlussendlich wieder alle heil unten an.

Trotz Anreisen, welche umsonst gemacht wurden, Startvorbereitungen, langen Wartezeiten in der Bergstation oder vergebens gelaufenen Siegerzeiten dürfte im Nachhinein wohl jeder froh darüber sein, dass der Wettkampf rechtzeitig abgebrochen wurde. Die ganze Arbeit, die vom SOW-Krisenstab im Vorfeld für das Durchdenken verschiedenster Szenarien aufgewendet wurde, war also doch nicht umsonst. Aber zum Glück wurde sie gemacht.

Übrigens: Das Abendprogramm vom Freitag findet eine Stunde später, konkret um 19 Uhr statt. Aufgrund des Wettkampfabbruchs gibt es keine Rangverkündigung der 5. Etappe.

(Text: Véronique Ruppenthal)







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