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10.08.2019 - «Die Entscheidende» am Samstag

Die Rinnen und Gräben am «Eggli» erschwerten oft ein rasches Auffinden der Posten. Ohnehin in einem durchnässten Gelände, das die letzte Möglichkeit bot, noch Ränge zu verbessern. Oder andere anspornte, auch die sechste Etappe ohne Blasen an den Füssen heil zu überstehen. Da bis etwa 10 Uhr dichter Nebel und Regen dominierten, erreichten am Vormittag ausnahmslos tropfnasse Läuferinnen und Läufer das Ziel. Dort herrschte dennoch Genugtuung, selbst bei diesen Verhältnissen die Strecke geschafft zu haben. Man wärmte sich bei einem Kaffee im Festzelt, liess mit anderen zusammen den Lauf sowie die ganze OL-Woche noch einmal Revue passieren – und sparte nicht mit Komplimenten.

Inbegriffen auch jene an die Organisation. Da herrschte Einigkeit: Für die SOW 2019 kann das Organisationskomitee uneingeschränktes Lob ernten. Selbst Ältere, die während Jahrzehnten im In- und Ausland an OL-Läufen teilnahmen, äusserten sich überzeugt, eine derart perfekt gestaltete Orientierungslauf-Woche hätten sie bislang noch nicht erlebt. Und waren sich auch bewusst, dass nach dem Zielschluss noch sehr viel Arbeit auf Helferinnen und Helfer wartet: abbrechen, wegtransportieren, aufräumen oder reparieren – Aufgaben fast ohne Ende. Doch die wohl grösste Auszeichnung stammte von einer ergrauten Läuferin: die OL-Gemeinschaft sei eben eine verschworene Truppe, die ohne grosses Brimborium zupacke, ihrem Sport fröne und am Schluss alles wieder sauber zurücklasse!

Für den gesamten Anlass bot die Region um Gstaad überzeugende Voraussetzungen. Und wer am Freitagabend die Einladung zur Swiss O Week 2021 in Arosa mitbekam, kann sich auf die Vorhaben von drei jugendlichen Damen freuen. Die auf dem Sessellift selbstbewusst meinten: Im Bündnerland mischen wir die Ranglisten dann gehörig auf.

«Die Entscheidende» hat offenbar Spuren hinterlassen.

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